Kall-Steinfeld: Deutsche Bischofskonferenz tagt im Kloster
Veröffentlicht: Montag, 10.03.2025 06:24
Kall-Steinfeld wird zum Zentrum der katholischen Kirche in Deutschland. Die Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz bringt prominente Gäste ins Kloster Steinfeld. Welche Themen die Bischöfe diskutieren und welche besonderen Vorkehrungen getroffen wurden:
60 Bischöfe und Erzbischöfe tagen in Kall
Kall-Steinfeld, ein beschaulicher Ort im Kreis Euskirchen, steht ab Montag (10.03.) bis Donnerstag im Mittelpunkt der katholischen Kirche in Deutschland. Die Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz findet im Kloster Steinfeld statt, ein bisher einmaliges Ereignis im Bistum Aachen. Rund 60 Bischöfe und Erzbischöfe reisen an und haben die gesamte Anlage exklusiv für sich, sodass in dieser Woche keine anderen Gäste im Gästehaus untergebracht werden.
Frühjahrsputz im Kloster für Bischöfe vorgezogen
Um den hohen Anforderungen der Bischofskonferenz gerecht zu werden, hat das Kloster Steinfeld umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Laut dem Bistum Aachen wurden Schönheitsreparaturen und der Frühjahrsputz im Gästehaus vorgezogen. Haustechniker waren im Einsatz, um kleinere Mängel zu beheben. Zudem wurde in ein leistungsstarkes WLAN und ein besonders abgeschirmtes Netz investiert, um den technischen Ansprüchen gerecht zu werden. Die ehemalige Bibliothek und die Schülerkapelle wurden für neue Aufgaben hergerichtet.
Auch öffentliche Gottesdienste
Die Bischöfe werden während ihres Aufenthalts auch Gottesdienste feiern, die nach Angaben des Bistums Aachen öffentlich zugänglich sind. Zu den großen Themen der Konferenz gehören die Einschätzung der Ergebnisse der Bundestagswahl, die Reform der katholischen Kirche in Deutschland und die Aufarbeitung der Missbrauchsskandale.
Erstes Update aus der Konferenz
Die katholische Kirche wolle sich weiter in die Politik einmischen, heißt vom Vorsitzenden der Bischofskonferenz in einem ersten Statement. Man habe vom Evangelium her einen klaren politischen Auftrag. Das Abschneiden der AfD bei der Bundestagswahl bezeichnete der Bischof in Steinfeld als sehr besorgniserregend. Die im Wahlkampf vertretenen Positionen hätten ihn schockiert. Vor der Konferenz hatte CSU Chef Söder den Kirchen mehr Zurückhaltung empfohlen. Außerdem sorge man sich um Christen in Ländern des Nahen Ostens. In Syrien habe die Zahl der Christinnen und Christen in den vergangenen zwölf Jahren des Bürgerkriegs erheblich abgenommen.