Kreis Euskirchen: Mehr Kinder psychisch erkrankt
Veröffentlicht: Mittwoch, 26.03.2025 15:54
In NRW mussten zuletzt etwas weniger Kinder und Jugendliche wegen psychischer Erkrankungen stationär behandelt werden. Der Kreis Euskirchen schließt sich dieser positiven Entwicklung jedoch nicht an. Im Berichtsjahr 2023 gab es bei uns wieder mehr Krankenhausaufenthalte (rund 19 Prozent), weil Kinder und Jugendliche psychologische Hilfe benötigten.
Das geht aus neuen Zahlen der Landesstatistiker hervor. Das liegt nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes auch daran, dass gerade Kinder und Jugendliche im Kreis Euskirchen viele Krisenerfahrungen machen mussten. Nach der Corona-Epidemie und den Lockdowns waren viele im Kreis von der Flutkatastrophe betroffen. Daraufhin seien neue Angebote für psychisch kranke Kinder und Jugendliche entstanden, so ein Kreissprecher. Der Ausbruch des Krieges in der Ukraine habe dann aber neue Probleme geschaffen, weshalb sich diese Angebote nicht positiv in den Zahlen niederschlagen würden. Unterm Strich sei der Bedarf an psychologischen Behandlungsangeboten bei uns höher als er derzeit gedeckt werden könne, so das Kreisgesundheitsamt.