Haftstrafen für Kokainschmuggel im Bananencontainer
Veröffentlicht: Donnerstag, 24.04.2025 10:43
Ein spektakulärer Fall von Drogenschmuggel endet am Kölner Landgericht. Nach dem Fund von hochwertigem Kokain in einer Bananenlieferung bleiben die Drahtzieher aber weiterhin unbekannt.
Lieferung kam aus Ecuador
Vier Männer wurden vom Kölner Landgericht zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, nachdem sie mehr als eine halbe Tonne Kokain aus Ecuador nach Deutschland geschmuggelt hatten. Die Drogen, die einen geschätzten Wert von 25 Millionen Euro haben, wurden in einem Bananencontainer versteckt. Drei der Angeklagten erhielten Haftstrafen zwischen zehneinhalb und zwölfeinhalb Jahren wegen Einfuhr und Handel mit Kokain. Ein vierter Angeklagter wurde wegen Beihilfe zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt.
Drahtzieher konnte nicht ermittelt werden
Ein fünfter Angeklagter, der zunächst als Empfänger der Lieferung auf dem Kölner Großmarkt galt, wurde freigesprochen. Der Vorsitzende Richter erklärte, dass nicht eindeutig bewiesen werden konnte, ob er von dem Kokain wusste. Die sichergestellten 520 Kilogramm Kokain wiesen einen Reinheitsgrad von über 95 Prozent auf, was laut Gericht über 14 Millionen Konsumeinheiten entspricht. Die Drogen wurden im Hafen von Puerto Bolívar in Ecuador in einer Bananenlieferung versteckt, die für den Hamburger Hafen bestimmt war. Der eigentliche Drahtzieher des Deals konnte im Prozess nicht ermittelt werden.
Zoll fielen die Drogen auf - Ermittler tauschten Drogen aus
Der Schmuggel flog auf, als Zollbeamte am 4. Januar 2024 bei einer Kontrolle des Containers die Drogen entdeckten. Die Polizei überwachte daraufhin den Container und tauschte das Kokain unbemerkt gegen Ersatzgegenstände aus. Mitte Januar wurden die Angeklagten bei der finalen Abwicklung des Weitertransports festgenommen.