Rettungsdienst-Bilanz nach Hitzetagen

Radio Euskirchen

Rettungsdienst-Bilanz nach Hitzetagen

Die krassen Hitzetage sind erstmal vorbei. Das sorgt nicht nur bei vielen Menschen im Kreis Euskirchen für spürbare Erleichterung, sondern auch bei den Rettungskräften. Denn die hatten in den vergangenen Tagen deutlich mehr zu tun als sonst.

© Kreis Euskirchen

Nach Angaben der Kreisverwaltung war der Rettungsdienst während der Hitzephase stark ausgelastet. Allein zwischen Freitag (26.06.) und Sonntag (28.06.) wurden 417 Einsätze gefahren – das entspricht rund 139 Einsätzen pro Tag. Zum Vergleich: An normalen Tagen liegt die Zahl eher bei 90 bis 100.

Lage war angespannt

Auch danach blieb die Lage angespannt: Am Montag (29.06.)wurden 145 Rettungsdiensteinsätze gezählt, Dienstagvormittag waren es dann bis 12 Uhr immerhin nur noch 56. Trotz der hohen Belastung sei die notfallmedizinische Versorgung aber jederzeit sichergestellt gewesen, so ein Sprecher.

Neun Todesfälle, ob durch Hitze, noch unklar

Statistisch lasse sich bislang nicht eindeutig sagen, wie viele Einsätze konkret auf die Hitze zurückzuführen seien. Nach Einschätzung der Gesamtlage sei aber davon auszugehen, dass ein erheblicher Anteil der Notfälle zumindest mit den extremen Temperaturen zusammenhänge.

Im Zeitraum der Hitzewelle wurden außerdem auch neun Todesfälle im Kreis registriert. Ob hier ein Zusammenhang mit der Hitze besteht, ist aktuell aber noch unklar.