Galeria in Euskirchen wackelt
Veröffentlicht: Mittwoch, 22.07.2026 13:10
Es wäre eine Hiobsbotschaft für Euskirchen. Die Galeria-Filiale in Euskirchen könnte schließen. Der Konzern prüft bundesweit 33 Standorte auf ihre Rentabilität – und Euskirchen steht explizit auf der Liste.
Der Konzern will nun mit den Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen verhandeln. Kommt dabei keine tragfähige Lösung zustande, ist die Zukunft der jeweiligen Filiale gefährdet. Auch die drei Filialen in Köln stehen zur Diskussion. Die Häuser in Bonn und Düren hingegen nicht. Wann eine Entscheidung fällt, hat das Unternehmen offengelassen.
Bereits drei Insolvenzverfahren
Der Warenhauskonzern kämpft seit Jahren ums Überleben – und das Haus in Euskirchen hat dabei schon viel mitgemacht. 2020 hat sich der Konzern mitten in der Corona-Pandemie erstmals unter einen Schutzschirm gerettet. 2022 folgte das nächste Insolvenzverfahren – wegen steigender Energiepreise und schwacher Kaufkraft. Anfang 2024 gab es den dritten Insolvenzantrag: Auslöser war die Pleite des Mutterkonzerns Signa. Das Euskirchener Haus durfte bislang immer weitermachen. Nach der Flutkatastrophe wurde zudem kräftig investiert. Wird sich Galeria mit dem Haus-Eigentümer nicht einig, ist die Filiale erneut gefährdet.